Nur um der Schönheit des Lebens willen.

Ich lese eigentlich selten Gedichte. Doch dieser Text hat es mir angetan. Ich hoffe dir gefällt er so gut wie mir, er ist inzwischen fast zu einem Lebensmotto von mir geworden.

größerwerden die menschen nicht2

Eine Kirchenkritik?

Für mich steht dieses Gedicht nicht für eine Kritik an der christlichen Kirche, auch wenn das sicherlich die Intension von Theodor Storm war. „Größer werden die Menschen nicht“ entstand in einer Zeit, in der sich der Humanismus verbreitete und viele sich von der Kirche abwandten. Kurz zuvor war zudem Storms Frau verstorben, was ihn wohl noch weiter vom Glauben abbrachte. Er beschuldigt die Kirche nicht selbstlos genug zu sein und stellt auch das Jenseits als Lüge dar.

Dankbarkeit

Ich selbst sehe dieses Gedicht nicht aus Storms Sicht, sondern aus meiner heutigen. Ich glaube, dass man auch ohne einen christlichen Glauben glücklich und voller Demut vor dem Leben sein kann. Das ist für mich nicht an einen Gott gebunden. Deshalb kann ich mich mit diesem Gedicht trotzdem identifizieren.

Theodor Storm sagt das, was auch in meinem Kopf manchmal herumspukt.

Für mich geht es hier um eine Lebenseinstellung, eine Art zu leben die unsere Welt zu einer besseren Welt machen könnte. Es geht um ein friedliches Miteinander, um Achtsamkeit und um Dankbarkeit für das Leben, das uns geschenkt wurde. Es geht darum zu verzeihen.

Als Erinnerung daran, was wirklich wichtig ist.

Und wie du bestimmt bemerkt hast, war dieses Gedicht auch Inspiration für meinen Blogtitel. Es begleitet mich ständig und ich lese es sehr oft. Als Erinnerung daran, was wirklich wichtig ist, habe ich es mir über meinen Schreibtisch gehängt. Groß und ohne Ablenkungen, so dass ich die Botschaft nie überlesen kann.

Nur um der Schönheit des Lebens willen.

Was hälst du von diesem Text? Worum geht es für dich dabei? Ich freue mich auf deine Anregungen und Meinung!

Wunderschöne Grüße,

annka

Quelle des Gedichts:
Laage, K. E. und Lohmeier, D. (Hrsg.) (1998). Theodor Storms sämtliche Werke in vier Bänden. Band 1. Deutscher Klassiker Verlag, Frankfurt a. M..
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