Lass dich nicht stressen…

Leichter gesagt als getan! Denn ist man erst mal gestresst, fällt es schwer sich wieder zu entspannen. Als Student ist mir dieses Gefühl natürlich nicht fremd. Gerade in der Prüfungsphase sollte man sich Pausen gönnen und Dinge tun, die einen wieder entspannen und zur Ruhe bringen. Ich hab mich mal informiert, was die Wissenschaft herausgefunden hat, wie es zu Stress kommt und was dagegen hilft.

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Stressbewältigung, in der Psychologie auch Coping genannt, stellt für uns heute eine wichtige Fähigkeit da. Denn Stressoren lassen sich meist nicht vermeiden und gehören inzwischen zu unserem Alltag. Wichtig ist also, dass wir lernen mit ihnen umzugehen und den Stress auf der Gefühlsebene, in unseren Gedanken und im Verhalten zu mindern.

Worauf liegt der Fokus?

Grundsätzlich kann man zwischen problem- und emotionsfokussiertem Coping unterscheiden.

Der erste Weg sollte immer die problemfokussierte Bewältigung sein, da hier versucht wird das stressauslösende Problem und damit den Grund für den Stress zu beseitigen. Für das Unileben gilt also: Fang früh genug an zu lernen, dann hast du in der Prüfungsphase nicht so viele Probleme damit, den Stoff in deinen Kopf zu bekommen. Ich hab mir das bis jetzt jedes Semester vorgenommen, aber irgendwas ist immer dazwischen gekommen. Aber das nächste Sommersemester kommt ;)

Falls es also nicht möglich sein sollte, das Problem zu beseitigen oder gar nicht erst entstehen zu lassen, bleibt uns nur eine emotionsfokussierte Strategie. Bei der versuchen wir unsere eigenen emotionalen Bedürfnisse auf anderem Wege zu befriedigen. Glücksgefühle während dem Lernen zu produzieren fällt mir ziemlich schwer. Deshalb achte ich darauf, meine Pause mit stimmungsaufhellenden Momenten zu füllen. Wie wärs beispielsweise mit einem Besuch bei Freunden? Oder einem leckeren selbst gekochtem Mittagessen (zum Beispiel das hier)? Und falls alle Stricke reisen, gönne ich mir doch ein Stück Schoki…

Wahrgenommene Kontrolle

Die größten Stressreaktionen löst bei uns Menschen eine unkontrollierbare Situation aus. Mangelnde Kontrolle bei der Arbeit kann zu körperlichen Beschwerden führen und es gibt sogar Untersuchungen die darauf hindeuten, dass Arbeiter mit mehr Kontrolle über ihre Tätigkeit länger leben. An sich haben Studenten ja ein recht hohes Maß an Kontrolle über das was sie tun. Wenn wir aber während der Prüfungsphase noch ein Seminar belegen und eine Hausarbeit abgeben müssen, wird uns diese Kontrolle plötzlich genommen und es kommt leicht zu Stress. Wenn wir das Gefühl haben unsere Umgebung nicht kontrollieren zu können führt dies zur vermehrten Ausschüttung von Stresshormonen, einem erhöhten Blutdruck und einem geschwächten Immunsystem. Deshalb sind Tiere in Gefangenschaft beispielsweise auch anfälliger für Krankheiten als ihre wilden Artgenossen. Das gleiche Phänomen zeigt sich übrigens bei Menschenansammlungen wie beispielsweise in dicht bebauten Wohngebieten und Gefängnissen – und in Studentenwohnheimen.

Denke nicht an all das Negative, sondern behalte ein Auge für all das Schöne, das es gibt.

jüdische Weisheit

Optimist oder Pessimist?

Bist du eher optimistisch? Würdest du der Aussage „In unsicheren Zeiten erwarte ich normalerweise das Beste“ zustimmen? Dann herzlichen Glückwunsch! Du hast laut einigen Studien ein stärkeres Immunsystem als Pessimisten, dein Blutdruck steigt bei Stress nicht so stark an und du lebst länger! Das sind doch mal gute Neuigkeiten! Es lohnt sich also an das Gute zu glauben, nicht nur weil es einem dann psychisch besser geht, sondern weil es Auswirkungen auf deine körperliche Gesundheit hat!

Lach mal wieder!

Außerdem hilft uns Humor beim Umgang mit Stress. Studien deuten darauf hin, dass Menschen die viel Lachen, seltener an Herzerkrankungen leiden und Humor Stress entschärft. Und jemanden zum Lachen zu bringen ist gar nicht so schwer. So zum Beispiel. Oder schau dir das an. Oder das.

Soziale Unterstützung

Das Gefühl, von der Familie und guten Freunden unterstützt und gemocht zu werden macht nicht nur glücklich sondern auch gesund. Das selbe gilt übrigens für Haustiere, die manchmal ebenso viel Trost spenden können. Ein zuckersüßes Experiment dazu gibt es hier.

Untersuchungen deuten darauf hin, dass verheiratete Personen gesünder und länger leben als unverheiratete. Und das unabhängig von Alter, ethischer Zugehörigkeit und Einkommen. Das gilt bestimmt auch für Menschen mit guten Freunden oder einem unverheirateten Partner ;) Menschen mit unterstützenden Freunden essen und schlafen besser, treiben mehr Sport und rauchen weniger – deshalb können sie Stress wirkungsvoller bewältigen. Jaa, Sport ist anstrengend, aber es tut so gut sich nach stundenlangem Sitzen mal so richtig auszupowern. Auf gesundes Essen und ausreichend Schlaf wird in stressigen Zeiten oft verzichtet, ist aber gerade dann wichtig! Und falls du nachts nicht mehr Schlafen kannst, nutze deine Pausen zum Entspannen und nicht um vor dem Fernseher zu sitzen.

Funktionierende soziale Beziehungen sind immer wichtig, aber vor allem in Stresssituationen tut es gut, sich jemandem anzuvertrauen. Also triff dich mit Freunden, wenn du gestresst bist! Mir hilft es, mich mit lieben Menschen zu umgeben und die Uni für ein paar Stunden zu vergessen.

Das Fazit

Lass dich nicht stressen! Treff dich mit Freunden oder deiner Familie, erzähle ihnen wieso du gestresst bist und was dich bedrückt. Esse gesund und schlafe genug, sorge für genügend Auszeiten. Versuche möglichst viel Kontrolle über deine Situation zu erlangen und bleibe optimistisch! Es wird auch wieder entspanntere Zeiten geben! Ganz bestimmt.

Ich wünsche dir einen stressfreien Tag,

deine annka Kleine Webansicht

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Ein Kommentar Gib deinen ab

  1. Doris sagt:

    Hallo Annka, das ist genau das, was ich gerade brauche …. stressfreie Zeiten! Aber im Moment ist einfach viel zu tun und wir können uns die Aufgaben nicht immer aussuchen. Drück mir die Daumen für Samstag!

    Gefällt mir

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