Vielleicht werde ich einfach Rentnerin…

Jetzt mal ganz ehrlich. 22 Tage ohne Blogpost? Das habe ich irgendwie nicht erwartet… Heute ein paar philosophische Fragen über das Leben, Arbeiten und was mir wichtig ist im Leben.

Ich habe seit Wochen nichts geschrieben, hochgeladen und veröffentlicht. Zumindest nicht für mich… Die vergangenen zwei Monate habe ich ein Full-Time-Praktikum absolviert und zweifel seitdem ernsthaft daran, ob ich jemals 40 Stunden die Woche arbeiten will.

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Studenten wir ja oft hinterhergesagt, dass sie den ganzen Tag nur chillen, abends feiern gehen und am nächsten Tag die Uni schwänzen. So eine Studentin war ich zwar nie, aber meine freie Zeit habe ich natürlich trotzdem voll ausgekostet.

Freizeitstress

Als ich dann wegen des Praktikums von 8 bis 17 Uhr arbeiten musste, wurde es plötzlich ziemlich eng mit der Freizeit. Nach der obligatorischen Eingewöhnungswoche, in der ich mich gefühlt nur zwischen Bett und Arbeitsplatz hin und her bewegt habe, konnte ich meinen Freizeitstress perfektionieren. Morgens früh raus, 8 Stunden arbeiten, direkt zur nächsten Verabredung, abends zu spät ins Bett und morgens wieder aufstehen. Besonders clever ist das nicht und keine Lösung auf Dauer. Dank meines Psychologiestudiums weiß ich: Stress aufgrund von schönen Dingen ist auch Stress. Und der macht krank. Unausweichlich.

Natürlich weiß ich das.

Aber ich sehe es einfach nicht ein, auf all die schönen Dinge zu verzichten, die ich momentan so mache. Mich mit meinen Freunden und Freundinnen zum Kochen, Quatschen oder kreativ Sein treffen. Zum Sport zu gehen, auch wenn man nach einer Arbeitswoche eigentlich lieber nichts mehr tun will außer schlafen (Mein Tipp: Bloß nicht aufs Sofa sitzen!). Ich will auch weiterhin Zeit mit den Menschen verbringen, die mir wichtig sind. Ich will Nähen, Stricken, Zeichnen und unterwegs sein.

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Aber das ist anstrengend. Und ermüdend. 8 Wochen volle Power haben mir gereicht. Wie soll das denn funktionieren, wenn ich ernsthaft arbeiten muss??

Hast du einen Tipp für mich?

Wie machst du das? Inzwischen bewundere ich meine Eltern, die neben Job und Kindern noch 3 Hobby-Termine in der Woche hatten und trotzdem immer völlig entspannt waren. Zumindest kam es mir so vor. Wie machen die das bloß?

Vielleicht klärt sich das Alles von alleine. Wenn ich arbeite, werden ja auch meine Freunde arbeiten. Dann sind die abends genauso platt wie ich und wollen vielleicht auch nicht mehr jeden Abend etwas unternehmen. Vielleicht muss man dann einfach Abstriche machen. Nur noch einmal die Woche mit Freundinnen treffen, nur noch einmal die Woche die Nähmaschine auspacken. Das macht mich jetzt schon traurig, wer will denn sowas??

Ist es nicht eigentlich anders rum gedacht?

Sollte ich nicht nur so viel Arbeiten wie ich muss, damit es mir finanziell gut geht. Und den Rest der Zeit verbringe ich mit schönen Dingen. Was ist wichtiger, Geld oder Zeit? Eine kluge Frau hat neulich zu mir gesagt: „Je älter man wird, umso wichtiger wird Zeit. Man denkt immer mehr darüber nach, wie man seine Zeit verbringt und mit wem.“

Das tue ich jetzt schon.

Ich mache das, was mir Spaß macht und gut tut. Leider machen mir so viele Dinge Spaß… Vielleicht hast du einen Tipp für mich? Wie regelst du das in deinem Alltag? Halbtags arbeiten und dafür viel Zeit für die schönen Dinge des Lebens? Oder macht das alles nichts aus, wenn man einen Job hat den man liebt?

Ich freu mich, wenn du deine Erfahrungen mit mir teilst.

Liebe Grüße und einen stressfreien Abend, deine

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3 Kommentare Gib deinen ab

  1. Julia sagt:

    Hallo liebe Annka, ich kann deine Gedanken sehr, sehr gut nachvollziehen. Genau das habe ich mir auch schon so oft gedacht. Vielleicht liegt die Kunst darin, bei jeder neuen Entscheidung seinem Herzen zu folgen. Sollte man dann nicht dort landen wo man glücklich ist? :)
    Alles liebe, Jule

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    1. Ich hoffe, das es so funktioniert, dass hat zumindest bis jetzt gut geklappt :)

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  2. Doris sagt:

    Liebe Annka, ein Job den du gerne machst und für den du „brennst“ ist die halbe Miete. Ich mache das Allermeiste, das ich tue, gerne. Zumindest bemühe ich mich, immer die positiven Seiten zu sehen – Neues zu lernen und Erfahrungen zu machen und zu wachsen.
    Ein gutes Zeitmanagement ist wichtig, gute Freunde und Zeit für dich allein. Das alles in Einklang zu bringen ist eine Lebensaufgabe :) Liebe Grüße Doris – und viel Spaß beim Üben!!

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